Hank beißt in den Hot-Dog
‹ alle Texte anzeigen

November 2021
In ihrer Badewanne sind sie Kapitän

Säntis, 2500 m. Der höchste Berg der Ostschweiz. Und Tagungsort der 2. Kolumination Foto: Rainer Hank

Kleine Reflexion darüber, was die Kolumne kann. Und was sie darf.

1.

Wäre es nicht längst fällig, die beiden Länder Österreich und Schweiz als eines zu behandeln? Die Frage kann man sich an diesem wunderbaren Ort auf dem Säntis stellen, weil aus der Draufsicht hier oben die Welt nicht in Staaten, Nationen, Kantone oder Bundesländer getrennt erscheint, sondern als ohne politische Grenzen wohlgeformte Alpenlandschaft. Vieles deutet darauf hin, dass auch dem Kolumnisten Max Goldt die Idee hier oben gekommen sein könnte, Österreich und die Schweiz »künftig in einem Aufwasch« zu behandeln. Was zusammengehört, dürfe nicht getrennt werden, schreibt er, so wie man auch »mit entsprechenden Gebirgen angefüllte Kugelhälften nicht hätte trennen können: Man kann Österreich und die Schweiz nicht auseinanderbrechen wie ein Löffelbiskuit beim Five-o-Clock-Tea der Herzogin von Kent.«

Goldt gilt unter Kolumnisten – Sie verzeihen die Albernheit – als Goldstandard. Die Kolumne über »Österreich und die Schweiz«, nachlesbar im schönen Band »Schließ einfach die Augen und stell Dir vor, ich sei Heinz Kluncker« (wer Heinz Kluncker war, wusste man 1994 noch), liefert erste Anhaltspunkte für meine kleine Reflexion über Kolumnen und Kolumnisten. Das Bauprinzip der Stücke von Max Goldt lautet: Stelle eine verrückte These auf und treibe sie ins Absurde – jedoch mit Argumenten, die den strengen Gesetzen der Logik folgen. Ein Beleg dafür, warum wir Österreich und die Schweiz künftig in einem Aufwasch behandeln sollen, hört sich bei Goldt so an: »Daß so unterschiedliche Gestalten wie Mahatma Gandhi, Leo Tolstoi und Miriam Makeba weder aus Österreich noch aus der Schweiz kommen, ist ein weiteres Indiz dafür, dass die beiden Länder einander sehr ähneln.« Das vorangegangene Indiz war, »daß aus einem der beiden Länder Hitler stammt, welcher Unheil noch und nöcher im Reisegepäck führte. Man sollte das den Bewohnern dieser beiden Länder aber nicht nachtragen, denn aus einem der beiden Länder stammt ja andererseits auch wieder Gottfried Keller, der mit seinen interessanten Schriften das Unheil des anderen zu einem guten, wenn auch kaum meßbaren Teil wiedergutmachte, und das sogar schon, was bemerkenswert ist, im Voraus.«
So langsam dämmert es: Goldts These, die beiden Länder »künftig in einem Aufwasch zu behandeln«, ist alles andere als absurd, sie führt uns nämlich ex negativo vor, dass – anders als es von hier oben scheinen mag – zwei Länder kaum verschiedener sein könnten als die Schweiz und Österreich. Die einen hatten bis vor kurzem Sebastian Kurz als Bundeskanzler, den inzwischen die halbe Welt kennt. Die anderen haben einen Bundespräsidenten, dessen Namen – falls überhaupt – lediglich den Schweizern geläufig ist. Für welches Land Goldts Herz schlägt – Keller versus Hitler – ist offenkundig. Es ist eben gerade nicht einerlei, wer die einen und wer die anderen sind. Da zeigt sich: »Der Dichter Max Goldt ist ein bekennender Moralist« (so Heinrich Detering in einer Lobrede auf Gold). Der Kolumnist ein Moralist, dann und gerade, wenn und weil er nicht moralisiert. Der Moralismus Goldts ist dem Moralismus von Michel de Montaigne näher als dem Moralisieren von Margarete Stokowski. Heute, so scheint es mir, gibt es immer mehr Kolumnisten, die reflektierenden Moralismus mit politisch-kämpferischem Aktivismus verwechseln.

Nennen wir es, wie wir es wollen, was wir bei Max Goldt finden: Kontradiktorische Logik, Prinzip der Absurdisierung mit dem Ziel des Erkenntnisgewinns. Jedenfalls enthalten die Texte eine eigene Komik, die man weder mit Satire noch mit Humor verwechseln sollte. Lustig ist da gar nichts. »Jaja, Humor. Humor kann man haben. Muss man aber nicht«, lesen wir in einem anderen Text bei Max Goldt, der den Titel trägt »Ein nicht verwendeter Kolumnenanfang« (abgedruckt in »Ä. Kolumnen« rororo). Abermals offenbart die Spiegelung am Gegenteil die Pointe: Was als »ein nicht verwendeter Kolumnenanfang« überschrieben ist, ist in Wirklichkeit – kontradiktorisch – eine fertige Kolumne.

2.

»Kolumnieren« nennt Max Goldt die Tätigkeit des Kolumnisten (und natürlich auch der Kolumnistin). Weil allenthalben um uns wie wild kolumniert wird, gibt es Leute, die behaupten, wir lebten inzwischen schon im »Zeitalter des Kolumnismus« (Knut Cordsen, Bayern 2, 26. Juni 2020). Kein Wunder, dass wir uns hier auf dem Säntis auf Initiative von Gerhard Schwarz, Reinhard Frei und ihren Mitstreiter nun schon zur zweiten »Kolumination« treffen.

Der Begriff lädt zu allerlei Spielereien ein, nicht zuletzt wegen seiner phonetischen Nähe zum Kommunismus. Da gibt es Axel Hackes »Kolumnistisches Manifest«, in dem ein Gespenst sein Unwesen treibt, das dem Kolumnisten im Nacken sitzt und ihm Woche für Woche aufs Neue lustvoll-perfide einflüstert: »Hast Du schon eine Idee?«. Oder: »Findest Du nicht auch, dass die Kolumne, die Du heute Morgen geschrieben hast, außerordentlich schwach ist?«

Dass Leute wie Hans Zippert oder Franz-Josef Wagner, die Kolumnen gefühlt schon schrieben, als ich noch Theologie studierte, bis heute von diesem Gespenst geschreckt werden, spricht weder gegen das Gespenst noch gegen die, die von ihm heimgesucht werden. Es spricht dafür, dass Routine der Tod der Kolumne ist. Und dass Selbstzweifel, womöglich sogar ein gewisses Maß an Melancholie zur Stimmung des Kolumnisten gehören, gerade dann, wenn seine Stücke frech, polemisch oder satirisch daherkommen und in ihrer Leichtigkeit nirgendwo an die Qual der Fertigung erinnern.

Wie viele Kolumnisten und Kolumnistinnen es gibt, weiß in Wahrheit niemand, weil das keine geschützte Berufsbezeichnung ist. Wenn ich mich hier so umsehe, dann scheint Kolumnist eine typische Anschlussverwendung zu sein für ehemalige Journalisten. Ich hätte auch immer gesagt, Kolumnist kann man nicht mit zwanzig werden, es braucht schon eine gewisse Berufs- und Lebenserfahrung. Die schon genannte Margarete Stokowski, aber auch Sophie Passmann, Laura Karasek in Deutschland und viele andere junge Frauen (auch ein paar junge Männer) beweisen Woche für Woche, dass es ein Vorurteil älterer Männer ist zu meinen, Kolumnisten seien die Has-Beens des Journalismus.
Ohnehin ist es falsch, den Journalismus als prägende Schule des Kolumnismus zu bezeichnen. Dieser Tage habe ich gelernt, dass auch Verleger als Kolumnisten unterwegs sind. »Wie ich es sehe«, heißt die Kolumne von Dr. Dirk Ippen, mutmaßlich der einzige Kolumnist, der in der By-Line auf seinen Titel Wert legt. Viele Kolumnisten kommen eher aus oder gehen in die Belletristik. Andere siedeln in der Essayistik. Genug davon: Die weitere Abgrenzung zwischen Kolumne, Glosse, Kommentar oder Essay kann ich getrost der Literaturwissenschaft überlassen.

Die immense Ausweitung des Kolumnenangebots spiegelt die Ausweitung der Marktplätze und Plattformen im Netz. Von »Spiegel.de« über »NZZ.ch« bis »Standard.at«: Keine Marke, die sich nicht ihre eigenen Kolumnistinnen hält, die ihre Fangruppen bespielen. Allerdings beobachte ich in letzter Zeit, dass der größte Wettbewerber der Kolumne der Podcast ist – und schon eine Reihe von Kolumnisten dabei ertappt wurden, dass sie ins Lager der Podcaster oder Youtuber übergewechselt sind. Womöglich sind wir also schon beim Übergang vom Kolumnismus in den Post-Kolumnismus? Viele freilich sind klugerweise multi-präsent.

3.

Schieben wir eine kurze Formenlehre der Kolumne ein. Kolumne, so bezeichneten die Drucker ursprünglich eine Satzspalte, weil die aussieht wie eine Säule. Daraus hat sich eine literarische Form entwickelt, eben die Kolumne, die daherkommt »in Form von persönlich gehaltenen und regelmäßig (täglich, häufig wöchentlich) erscheinenden Artikeln – eben im Umfang einer Druckerspalte«. Im besten Fall handelt es sich dabei um »Formen des selbständigen Räsonnements« (Hist. WB der Rhetorik. Bd 4, Tübingen 1989, Art. Kolumne, 1152 ff.)

Die Kolumne ist eher kurz, sie ist meistens subjektiv und sie erscheint periodisch. Das heißt: Der Kolumnist ist immer im Dienst, hat nie Urlaub, auch wenn er im Urlaub ist. Die angelsächsischen Kolumnisten leisten es sich, »on leave« zu sein. Die Leser mögen so etwas nicht. Sie sind darauf konditioniert, Woche für Woche ihren Kolumnisten an vertrauter Stelle im Netz oder Blatt zu finden, wollen wissen was »Prüfers Töchter« jetzt wieder angestellt haben oder welche verhaltensökonomischen Einsichten Tim Harford heute wieder für sie feil bietet. Apropos Töchter und Verhaltensökonomie: da zeigt sich auch, dass der Kolumnist zwar einerseits absolut frei ist und peinlich darauf achtet, dass die Redaktion ihm keine Aufträge erteilt, am liebsten auch seinen Text nicht redigiert, dass es sich aber gleichwohl empfiehlt, dass er einen unterscheidbaren USP, einen »unique selling point« hat – Töchter oder Verhaltensökonomen eben.

Die Kolumne ist entweder streng (wie bei Tim Harford in der FT oder Paul Krugman in der New York Times) oder assoziativ (wie das Streiflicht der SZ). Sie kann auch nutzwertig sein: Miss Conduct und Miss Behave gibt es im Boston Globe: Was tun, wenn der Babysitter mehr das iPhone im Auge hat als das Baby? Rainer Erlinger oder Johanna Adorjan beantworten im SZ-Magazin die »Gewissensfrage«, das ist Miss Conduct mit einem moralphilosophischen Fundament. Die Kolumne hat entweder eine Autorin: Hast Du die Wernli gelesen? Den Martenstein? Oder sie hat keinen Autor: wie das Streiflicht. Früher hatte sie häufig auch ein Pseudonym: »Blasius« der Spaziergänger (in Wirklichkeit Sigi Sommer). »Finis« oder »Momos«in der Zeit. Manchmal kommen sie im Doppel und zugleich doppeldeutig daher: wie »Schwarz auf Wirz« (Gerhard Schwarz und Claudia Wirz in der NZZ).

4.

Was darf die Kolumne? »Alles«, so lautete bekanntlich die Antwort von Kurt Tucholsky auf die Frage, was Satire dürfe, was von Robert Gernhardt erweitert wurde auf »alles Mögliche«. Anything goes.

Der Kolumnist darf alle Themen der Welt in gleicher Länge behandeln, muss dafür aber immer pünktlich liefern. Ausreden wie »mir ist nichts eingefallen, dauert noch einen Tag länger«.

»Kolumnisten haben eine Entlastungsfunktion« schrieb schon 1968 eine kluge deutsche Kolumnistin in einer Kolumne mit der Überschrift »Kolumnismus«. Es lohnt sich, ihr ein bisschen zuzuhören: »Kolumnisten haben auf den übrigen Inhalt des Blatts keinen Einfluss, die Redaktion hat keinen Einfluss auf sie. Sie werden relativ gut bezahlt, ihre Namen werden fett gedruckt. Kolumnen sind Luxusartikel, Kolumnisten sind Stars, in ihrer Badewanne sind sie Kapitän.« Das mit der Bezahlung muss damals wohl noch anders gewesen sein. Dass es aber ein Privileg ist, eine regelmäßige Kolumne zu haben, sollten wir uns sagen lassen.

Kolumnisten, so meint die Autorin, seien stets Minderheit. Sie seien, ich zitiere, »Neger im State Departement, die Frauen in der Bundesregierung, Feigenblatt, Alibi, Ausrede«. Wohlgemerkt, der Text ist von 1968, da durfte man so noch reden. Die zitierte Kolumnistin heißt übrigens Ulrike Marie Meinhof (abgedruckt in »Die Würde des Menschen ist antastbar«. Aufsätze und Polemiken. Wagenbach 1980. S. 166ff). Ihre Kolumnen erschienen in der Zeitschrift »konkret« zehn Jahre lang von 1959 bis 1969. Und sind auch heute noch mit Gewinn lesbar.

Ob Kolumnisten heute noch Außenseiter sind, wie Meinhof meint, da hätte ich meine Bedenken. Sie sind eher so etwas wie Leitfiguren ihrer jeweiligen Gemeinde, denen treue Gefolgschaft zuteilwird, wobei die Gefolgschaft sich auch in regelmäßigem Widerspruch, Verdruss oder Ärger artikulieren kann, eine Erfahrung, die manche Leser brauchen, damit ihr Blut in Wallung kommt, um sich Woche für Woche zu bestätigen, dass der Kolumnist völlig daneben liegt.

5.

Anything goes. Darf die Kolumne wirklich alles? Dazu konnten wir im vergangenen Jahr ein »natürliches Experiment« beobachten. Jetzt wird es zum Ende noch einmal ernst. Womöglich erinnern Sie sich. Im Juni 2020 griff die taz-Kolumnistin Hengameh Yaghoobifarah in ihrer Kolumne »All cops are berufsunfähig« in die Debatte um den Mord an George Floyd und um »Black live matter« ein. Die aus Amerika stammende Forderung, die Polizei aufzulösen, führte bei der deutschen Kolumnistin zur Frage: Wenn die Polizei abgeschafft wird, der Kapitalismus aber nicht, in welche Branchen kann man Ex-Cops dann überhaupt noch reinlassen. Ihre Antwort: »In die Mülldeponie. Nicht als Müllmenschen mit Schlüsseln zu Häusern, sondern auf die Halde, wo sie wirklich nur von Abfall umgeben sind. Unter ihresgleichen fühlen sie sich bestimmt auch selber am wohlsten.«

Der Text wurde breit und kontrovers diskutiert, auch innerhalb der taz. Ich will das hier nicht nachzeichnen, sondern nur wenige Reaktionen herausgreifen, die in meinem Zusammenhang, was die Kolumne darf, von Interesse sind.

Da heißt es auf twitter, ich behaupte repräsentativ: »Süß, wie die Gewerkschaft der Polizei zeigt, dass sie offenbar weder vom Journalismus noch von Juristerei Ahnung hat. Es ist weder diffamierend, noch volksverhetzend. Es ist lediglich eine Kolumne«.

Lediglich? Das heißt doch wohl: Muss man tiefer hängen, soll man nicht so ernst nehmen. Die Verteidigung der Kolumne nimmt deren Abwertung in die Belanglosigkeit in Kauf. Darauf hat sich auch die taz selbst verständigt: Lediglich ein »Gedankenspiel« sei der Text. Und selbstverständlich, weiß die taz im Nachhinein, sei die Kolumne eine Satire, obwohl der Text dafür weder implizit noch explizit Anhaltspunkte bietet.

Den Knüller lieferte allerdings der deutsche Presserat, eigentlich der Hort für berufsständische Moral. Der versteht sich nämlich als »freiwillige Selbstkontrolle der Print- und Onlinemedien in Deutschland. Er tritt für die Einhaltung ethischer Standards und Verantwortung im Journalismus ein sowie für die Wahrung des Ansehens der Presse.« Der Presserat vermochte nichts Anstößiges in der Kolumne finden: Die Polizei müsse es sich gefallen lassen, von der Presse scharf kritisiert zu werden, teilt das Gremium am 8.9. 2020 mit. So wird aus dem »Gedankenspiel« einer Satire nun flugs eine »scharfe Kritik«. Die »Satire« – auch das wird unbewiesen behauptet – beziehe sich auf »die gesellschaftliche Debatte über strukturelle Probleme bei der Polizei«. Gegen die Menschenwürde von Polizistinnen und Polizisten verstoße die Kolumne ohnehin nicht, »da sich die Kritik auf eine ganze Berufsgruppe und nicht auf Einzelpersonen« beziehe. Polizisten fielen im Übrigen nicht unter den Diskriminierungsschutz nach Ziff. 12 des Pressekodex – anders als ethnische Minderheiten. Es gehe lediglich um Geschmacksfragen – aber darüber lasse sich bekanntlich streiten. Mit anderen Worten: Polizisten darf man anders als ethnische Minderheiten problemlos gehässig schmähen und diskriminieren, wenn sie im Kollektiv auftreten und weil sie Teil des Staates sind.

Da halte ich es lieber mit dem Kolumnisten Heribert Prantl in der SZ (27./​28. Juni 2020): Ein plumper Text werde nicht dadurch raffiniert, dass man ihn als Satire bezeichnet. Meinungsfreiheit und Pressefreiheit, so Prantl weiter, seien wie »gewaltige Ströme«: »Nicht alles, was darin treibt, ist kostbar; nicht alles, was da schwimmt, ist sauber.« Gehässige Abwertung von Menschen, nur weil sie einer bestimmten Gruppe angehören, geht nicht.

Mag sein, dass die taz-Kolumne kein Text für das Strafrecht ist. Man darf in Deutschland Bullen Schweine und Soldaten Mörder nennen. Ich würde auch konzedieren, dass der taz-Text eher die Ausnahme ist unter den Kolumnen, die man so liest. Doch der Ton insgesamt wird vielfach auch bei anderen Kolumnisten rüder, schmutziger. Dumpfe Aggressivität ersetzt feinsinnige Polemik. Bazooka statt Florett. Da sollten wir aufpassen: nicht nur um des Stils unseres Zusammenlebens willen. Sondern auch um der Kolumne als literarischer und journalistischer Form willen. Sonst wird aus gut gemeintem Moralismus am Ende plumpes Beschimpfen, gar A-Moralismus.
Der Kolumnist darf alles. Ja. Doch er soll sich überlegen, ob er alles schreiben soll, was er frei ist zu dürfen.

Eröffnungsvortrag zur 2. Kolumination auf dem Säntis

Rainer Hank